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Wie Schaum entsteht

Grundsätzlich gilt, das reine Flüssigkeiten (ohne grenzflächenaktive Substanzen) nicht schäumen.

Voraussetzung für die Schaumentstehung in Flüssigkeiten ist zum einen das Herabsetzen der Oberflächenspannung und zum anderen das Einbringen von Luft in die Flüssigkeit.

Die Oberflächenspannung kann durch Tenside gesenkt werden. Dabei lagern sie sich an den Grenzflächen zwischen Flüssigkeit und Luft an. An die in die Flüssigkeit eingebrachten Luftblasen lagern sich ebenfalls Tenside an.

Die Luftblasen steigen an die Flüssigkeitsoberfläche und es bildet sich eine Doppelschicht oder Lamelle bestehend aus zwei Grenzflächen (Luft – Flüssigkeit - Luft) mit angelagerten Tensiden. Diese Lamellen sind der Hauptbestandteil des Schaums.

Schaumarten

Kugelschaum

Kugel- oder nasser Schaum besteht aus vielen Einzelblasen in Form von Kugeln (kleinste Oberfläche bei größtem Volumen), zwischen denen sich viel Flüssigkeit befindet.

Polyederschaum

Durch Abfließen von Flüssigkeit aus den Schaumlamellen rücken die Einzelblasen immer näher aneinander und verformen sich zu Polyedern. Es entsteht Polyeder- bzw. trockenen Schaum.

Bei einer schäumenden Flüssigkeit treten in der Regel beide Arten auf, wobei sich der Polyederschaum oberhalb des Kugelschaumes befindet.

Schwerkraft bewirkt, dass die Flüssigkeit durch die Zwickel der Lamellen aus dem Schaum läuft. Dadurch werden die Lamellen des Polyederschaum immer dünner und platzen bei kritischer Schichtstärke schließlich, d.h. der Schaum zerfällt.

 

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